Meinhard, 28. Oktober 2026. Die Psychologin, Organisationsentwicklerin und Autorin Gesa Heiten veröffentlicht auf business-council.de einen neuen Fachbeitrag über Mitarbeitende, die sich trotz Meetings, Feedbackgesprächen und Befragungen nicht gehört fühlen. Sie zeigt, warum aufgenommene Worte noch keine Erfahrung von Gehörtwerden erzeugen und welche drei Reaktionen Führungskräfte verändern können.
Nach Heitens Beobachtung reagieren Führungskräfte auf schwierige Erfahrungen häufig sofort mit einer Erklärung, einem Rat oder einem Gegenbeispiel. Damit verschiebt sich die Aufmerksamkeit. Die sprechende Person muss nun nicht mehr nur ihre Wahrnehmung schildern, sondern zusätzlich begründen, warum sie berechtigt ist. Besonders unter Hierarchie fördert dieses Muster Vorsicht. Hinweise wandern in informelle Gespräche oder werden nicht mehr ausgesprochen.
Der Beitrag trennt Zuhören klar von Mitentscheidung. Führung bleibt für Grenzen, Prioritäten und Entscheidungen verantwortlich. Glaubwürdig wird diese Verantwortung, wenn erkennbar ist, was verstanden wurde und wie die gehörte Perspektive in die Abwägung einging. Heiten empfiehlt drei Bewegungen: das Gehörte in eigenen Worten zurückgeben, nach der Erfahrung hinter einer Position fragen und transparent machen, was aus der Rückmeldung folgt.
„Menschen werden nicht dadurch gehört, dass ihre Worte protokolliert werden. Sie werden gehört, wenn ihre Erfahrung einen Platz bekommt, bevor die Organisation zur Antwort übergeht“, sagt Gesa Heiten, Psychologin, Organisationsentwicklerin und Autorin.
Heiten überträgt den Council-Begriff der Zeugenschaft auf den Arbeitsalltag. Gemeint ist ein Zuhören, das anwesend bleibt, ohne sofort zu korrigieren oder zu reparieren. Ein Zeugenkommentar bewertet nicht, ob eine Geschichte richtig ist. Er beschreibt, was beim Zuhören berührt oder klar geworden ist. So bleibt die Verantwortung bei der sprechenden Person, während frühe Warnzeichen und unterschiedliche Wahrnehmungen für die Organisation zugänglich bleiben.
Gesa Heiten ist Psychologin, Organisationsentwicklerin und Gründerin von BusinessQuest in Meinhard. Seit mehr als zwanzig Jahren begleitet sie Unternehmen, Führungskräfte und Selbstständige in anspruchsvollen Gesprächs- und Veränderungsprozessen. Ihre Arbeit umfasst mehr als 6.500 Stunden Council-Praxis. Im Herbst 2026 erscheint ihr Buch „Business Council: Warum Organisationen an Meinungen scheitern und durch Zuhören klüger werden.“
Der vollständige Fachbeitrag ist kostenfrei unter business-council.de/blog/warum-fuehlen-sich-mitarbeitende-nicht-gehoert.html abrufbar. Informationen zum Buch „Business Council“ und zur Warteliste stehen auf business-council.de bereit.
Gesa Heiten · Inhaberin BusinessQuest, Autorin
E-Mail: orga@gesa-heiten.de
Telefon: +49 (172) 6315620
Web: business-council.de
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